Konrad Adenauer - Stationen zwischen Unkel und Himmel

    Theaterstück des Geschichtsvereins Unkel - Aufführungen im September

    Zum 150. Geburtstag des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik präsentiert die Theatergruppe des Geschichtsvereins Unkel (GVU) das Theaterstück „Konrad Adenauer – Stationen zwischen Unkel und Himmel“. Im Mittelpunkt des Dramas steht der Aufenthalt Adenauers im Unkeler Pax-Heim von Oktober 1935 bis April 1936, als er von den Nationalsozialisten aus seinem Wohnort Rhöndorf ausgewiesen worden war.

    Der Unkeler Aufenthalt war für den von den neuen Machthabern drangsalierten Adenauer vor allem eine Zeit von Ungewissheit und Verzweiflung, erklärt der Geschichtsverein in seiner Pressemitteilung. Das Stück geht der Frage nach, wie sich Adenauer in Unkel gefühlt, was er unternommen und welche Besucher er empfangen hat. Ein wichtiger Aspekt seiner Unkeler Zeit ist die Entwicklung eines „elektrischen Insektentöters“. Dargestellt werden Gespräche mit seiner Frau Gussie, ihren gemeinsamen Kindern und seinen letzten verbliebenen Freunden, Dora Pferdmenges und Dannie Heineman. Während seiner Unkeler Zeit erlebt Adenauer den Einmarsch der Wehrmacht im Rheinland und er wird von Widerstandsgruppen angesprochen.

    Die Dialoge des Stücks basieren überwiegend auf historischen Quellen. Nur wenige Sprechzeilen sind frei hinzugefügt, um eine theatergemäße Dialogform möglich zu machen. Die Schauspieler der Theatergruppe haben sich in die jeweiligen Situationen hineinversetzt und zeigen, wie der Umgang der Personen miteinander und ihr Verhalten ausgesehen haben könnte. Neben dem Aufenthalt im Pax-Heim kommen noch andere Verbindungen Adenauers zu Unkel zur Sprache. Sein Sohn Paul war Hilfspriester an der Unkeler Pfarrkirche, Adenauers letzte Haushälterin Resi Schlief, der eine Szene gewidmet ist, stammte aus Scheuren und wohnte zuletzt in der Unkeler Pützgasse. Und da gab es ja noch einen anderen Bundeskanzler, der ebenfalls in Unkel wohnte.

    Wolfgang Ruland hat das Manuskript nach Briefen, Erinnerungen, historischen Dokumenten und anderen schriftlichen Quellen entwickelt. Die Theatergruppe des GVU unter der Regie von Doris Fortuin hat das Stück einstudiert. Aufgeführt wird das Theaterstück am Freitag, 11. September 2026 und am Samstag, 12. September jeweils um 19:35 Uhr im Haus Rheinfrieden in Rhöndorf, Frankenweg 70. Einlass ab 18:30 Uhr. Da es nur wenige Parkplätze in unmittelbarer Nähe gibt, wird gebeten, großräumig zu parken.

    Die Tickets kosten 15 Euro (ermäßigt 5 Euro für Schüler und Studenten) und sind digital über das Servicesystem www.eventfrog.de sowie bei den Vorverkaufsstellen Florian Schädlich in Unkel, Buchhandlung Werber in Bad Honnef sowie dem Adenauerhaus in Rhöndorf erhältlich. 

    Unterstützt und gefördert wird die Aufführung von der Bad Honnef–Stiftung der Kreissparkasse Köln und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus Rhöndorf.