Geschichtsverein Unkel bringt neuen "Unkel funkelt" heraus

    Reich bebildertes Magazin mit Themen rund um Unkeler Geschichte 

    Der Geschichtsverein Unkel (GVU) bringt in diesem Jahr die vierte Ausgabe seines Magazins „Unkel funkelt“ heraus. Das neue Heft erscheint am Pfingstsonntag in gewohnter, hochwertiger Aufmachung: reich bebildert mit Themen rund um die Unkeler Geschichte und Kultur. Das Magazin ist inzwischen zu einem wichtigen Aushängeschild des Geschichtsvereins geworden.

    Der Leser erfährt in dem neuen Heft, wie die Bürger von Unkel das Jahrhunderthochwasser von 1926 erlebten und überlebten. Die Fluten des Rheins machten den Stadtkern damals vorübergehend zu einer Insel. Eine weitere Geschichte erzählt das Leben des damaligen Bürgermeisters Josef Decku, der sich danach für die Verbesserung des Hochwasserschutzes einsetzte und später von den Nationalsozialisten aus dem Amt gedrängt wurde.

    In einem Artikel wird das Theaterstück vorgestellt, das Mitglieder des GVU im September aus Anlaß des 150. Geburtstages von Konrad Adenauer aufführen.

    Ebenfalls vor 150 Jahren wurde Gregor Schwamborn geboren, der in der schwierigen Zeit von 1915 bis 1921 Pfarrer in Unkel war. Schwamborn kümmerte sich nicht nur um das Seelenheil seiner Gemeinde, er sorgte auch dafür, dass die Menschen, unabhängig von ihrer Konfession, die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre materiell überstehen konnten, zum Beipiel durch die Einrichtung einer „Volksküche“. Schwamborn bleibt bis heute eine prägende Gestalt für den Ort am Rhein.

    Der Dichter Ferdinand Freiligrath(1810-76) lebte dort von 1839 bis 1841. Der Leser erfährt, was Freiligrath in Unkel trieb und wie er seine spätere Frau kennenlernte.

    Er erhält in dem neuen Magazin Einblick in das tägliche Leben der Nachkriegszeit in Unkel, wo das Weinhaus Zur Traube prominente Gäste anzog. Unsere Autoren sprachen mit dem damaligen Chef der Traube, Karl Korf, und konnten Einblick in seine Gästebücher nehmen. 

    In einem weiteren Artikel wird der Gefängnisturm am südlichen Rand der Altstadt vorgestellt. Mit seiner charakteristischen Haube bestimmt er das Stadtbild und hat sich zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Vor 40 Jahren  wurde der Gefängnisturm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zuvor war das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert dank des Einsatzes engagierter Unkeler Bürger restauriert worden.

    Ein weiterer Artikel befasst sich mit dem Leben in der Stadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach dem Wiener Kongress hatten die Preussen das Rheinland übernommen und Unkel dem Regierungsbezirk Koblenz zugeschlagen. Die neuen Herren kamen mit den Rheinländern nicht immer gut aus und umgekehrt.

    Nach dem 2. Weltkrieg musste sich Unkel neu aufstellen. Der politische Neuanfang fand 1946 mit der Gemeindewahl statt, bei der 90 Prozent der Bürger ihre Stimme abgaben. Auch darüber gibt ein Artikel in „Unkel funkelt“ Auskunft.

    Ein weiterer Artikel ist dem wohl berühmtesten Bürger der Stadt gewidmet. Willy Brandt bezog sein letztes Domizil in Unkel just als in Berlin die Mauer fiel und verbrachte den Abend des 9. November in Unkel ohne Fernsehen und ohne Telefon.

    Die Beiträge im neuen Magazin „Unkel funkelt“ wurden überwiegend von Mitgliedern des GVU geschrieben, allen voran von Stadtarchivar Wilfried Meitzner. Sie sind ergänzt durch großformatige Fotos, zahlreiche Faksimiles und Illustrationen.

    Das Magazin wird dem Publikum am Sonntag, 24. Mai, auf dem Stand des GVU bei der Veranstaltung "Unkel liest" vorgestellt und zum Preis von 6 Euro angeboten. Ab Dienstag, 26. Mai, ist es an den bekannten Verkaufsstellen (Florian-Schädlich, Vorteil-Center, Buchhandlung Werber) und natürlich direkt beim Geschichtsverein erhältlich. Text und Bilder: GVU


    Das Redaktionsteam stellt den neuen "Unkel funkelt" im Rathaus der Stadt Unkel vor. 


    Die erste demokratische Wahl nach dem Zweiten Weltkrieg.