Die Stadt Unkel hat 2028 allen Grund zum Feiern. In dem Jahr blickt sie auf 450 Jahre Stadtrechte zurück. Das Jubiläum soll mit einer Festwoche inklusive Stadtfest unter dem Motto „Von Unkelern für Unkeler“ vom 28. April bis 7. Mai 2028 gefeiert werden. Jeder kann bei der Programmgestaltung mitmachen, sei es als Verein, Initiative oder Einzelperson.
Um erste Vorschläge zu sammeln, haben die Stadt und der „Arbeitskreis Stadtjubiläum“ des Stadtrates am 22. April 2026 erste Ideen für die Gestaltung der Festwoche gesammelt. Rund 30 Interessierte folgten der Einladung und hörten den einleitenden Vortrag von Moderatorin Friederike Brüdigam-Hattingen, bevor in kleinen Gruppen Ideen für die Gestaltung der Festwoche zusammengetragen wurden. Die Vorschläge reichten von der Einbindung Kinder und Jugendlicher über Musik-, Sport- und Kulturveranstaltungen bis hin zu einer Tafel am Rhein. Auf Moderationskärtchen gelangten auch „Maskottchen entwickeln“, „Kinoveranstaltung mit Filmmaterial aus Unkel“, „Ausstellung zur Geschichte“, unter anderem auch „Kochevent“ und „Gastronomische Stände auf dem Festplatz“.
„Das Ziel ist es, die Unkeler Talente zu vereinen und ein gemeinsames Fest auf die Beine zu stellen“, freute sich Friederike Brüdigam-Hattingen über die Resonanz. Herzstück der Feierlichkeiten soll die Innenstadt mit dem Willy-Brandt-Platz sein, als Festplatz mit Bühne, Musik, Begegnung und guter Stimmung. Um die eingereichten und noch kommenden Ideen für die Ausgestaltung weiter bündeln und umsetzen zu können, braucht es Arbeitskreise und ein Organisationsteam, das sich mit vier Personen am 22. April bildete. Wer hier mitmachen möchte, kann sich gerne melden (Telefon Stadt Unkel: 02224/3309).
„Es soll ein Fest von Unkelern für Unkeler werden“, sagte Stadtbürgermeister Alfons Mußhoff bei der Auftaktveranstaltung. Deshalb freue er sich, dass schon erste Ideen aus der Bürgerschaft kamen. Als Nächstes soll das Organisationteam die Arbeit aufnehmen und es sollen sich Arbeitskreise bilden. Dazu wird es bald wieder eine Veranstaltung geben, zu der Stadt und Arbeitskreis noch einmal einladen werden. Die Stadtspitze wünscht sich eine Festwoche, in der für alle Altersgruppen Aktionen und Unterhaltung geboten wird. Alfons Mußhoff verweist auf die Festwoche anlässlich des Jubiläums „400 Jahre Stadtrechte“ im Jahr 1978. Im städtischen Archiv befinden sich Dokumente und Zeitungsauschnitte, die Aufschluss darauf geben, wie damals gefeiert wurde. „In der damaligen Festwoche vom 28. April bis Sonntag, 7. Mai, gab es viele unterschiedliche Programmpunkte, zum Beispiel ein Festakt, Badminton-Turnier, Platzkonzerte, Kunst- und Fotoausstellung, Tanz und Unterhaltung in den Gaststätten, Historischer Festumzug und vieles mehr.“
Im Jahr 1578 erhielt Unkel erstmalig die Stadtrechte. Damals wurde Unkel in den kurkölnischen Landtagsprotokollen erstmals unter den „Städten“ aufgeführt. 1815 verlor Unkel das Privileg. Mit dem Übergang an Preußen wurde die Gemeinde Unkel Hauptort einer Bürgermeisterei – daraus ist später das Amt und dann die Verbandsgemeinde Unkel geworden. „Am 8. Juni 1952 wurde uns vom Land Rheinland-Pfalz erneut das Stadtrecht verliehen. In der Urkunde, die im Ratssaal hängt, wird auch das Datum 1578 erwähnt als Unkel ‚den durch Rang und Wert hervorgehobenen Städten des Kölner Erzbistums zugesellt‘ wurde. Die erste urkundliche Erwähnung Unkels gab es bereits im Jahr 886. Fotos: Kulturstadt Unkel/Simone Schwamborn
Alfons Mußhoff
Friederike Brüdigam-Hattingen

