Mit dem symbolischen Spatenstich haben am Freitag (20.03.2026) die Baumaßnahmen für die Neugestaltung der Unkeler Rheinpromenade begonnen. Der Weg entlang des Rheinufers ist das touristische Aushängeschild der Stadt - und in die Jahre gekommen. Die geschotterte Fläche, fehlende Beleuchtung und mangelnde Barrierefreiheit entsprechen nicht den heutigen Anforderungen. Die Rheinpromenade wird jetzt auf einer Länge von 350 Metern saniert.
Die Gesamtkosten der Maßnahme inklusive Planungskosten betragen 1,56 Millionen Euro. Die reinen Baukosten belaufen sich auf circa 1,3 Millionen Euro. Das Projekt wird mit 75 Prozent (von den Gesamtkosten) aus Mitteln des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ zur Stärkung und Belebung der Innenstädte gefördert. Voraussetzung für die Förderung ist ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) als Planungsinstrument.
„Ich freue mich, dass Ihr alle dabei seid, um diesen Tag hier zu begehen“, begrüßte Stadtbürgermeister Alfons Mußhoff unter anderem Ratsmitglieder und Ehrengäste, darunter Karsten Fehr, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel. „Wir erwarten, dass die Baumaßnahme zügig vorangeht. Wir haben 15 Monate eingeplant. Dieses Projekt ist mit großer Beteiligung der Bevölkerung entwickelt worden. Die Anfänge reichen zurück bis ins Jahr 2017, als die Entwicklungsagentur Unkel einen Workshop unter dem Titel ‚Wir gestalten unsere Promenade‘ veranstaltete.“ Auch habe es einen Arbeitskreis „Rheinpromenade“ sowie eine Beteiligung der Kitas und Schulen gegeben. „Ich wünsche dem Projekt alles Gute. Wir freuen uns auf die neue Rheinpromenade, die viel Altes bewahren, aber auch einen Schritt in die Zukunft gehen soll“, sagte Mußhoff.
Die von der Stadt Unkel beauftragte Ingenieurgruppe Steen-Meyers-Schmiddem (SMS) ließ die Gestaltungsvorschläge aus der Bürgerschaft in ihre Planung einfließen. Nach Freigabe der Planung durch den Stadtrat wurden die Bauleistungen ausgeschrieben. Die Firma Landschaftsbau Nickel GmbH aus Neuhäusel erhielt den Auftrag. „Wir haben viele Ideen aufgegriffen und viel Mühe reingesteckt, um das Ganze auch zu kommunizieren. Uns ist wichtig, das Gute an der Rheinpromenade zu erhalten, wie etwa die Bäume, als auch neue, moderne Elemente zu integrieren“, sagte Karen Meyer vom Ingenieurbüro SMS.
Die Sanierung erfolgt in dem Bereich „Kirchstraße“ (Mariensäule) bis zur Anbindung Fußweg „Von-Werner-Straße“. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern, Barrierefreiheit zu schaffen, die Infrastruktur zu modernisieren und umweltfreundliche Gestaltungselemente zu integrieren. Die Maßnahme soll nicht nur der Schönheit dienen, sondern auch den Tourismus stärken und einen attraktiven Raum für die Bewohner der Stadt Unkel schaffen. Unter anderem wird der Schotter durch eine aufgehellte Asphaltdecke bzw. wassergebundene Kalksplitgranulat-Decke ersetzt. Das veraltete Mobiliar weicht neuen Elementen. Zwei alte Rheinrampen werden mittels Sitzstufen nutzbar gemacht. Versorgungsleitungen werden erneuert und unter anderem ein Spielplatz angelegt. Die Grünbeete werden teils vergrößert und mit regionalen Stauden ökologisch aufgewertet. Von der Mariensäule bis zum Gefängnisturm wird die Ausstattung erneuert.
Foto (Kulturstadt Unkel/Simone Schwamborn)
