Grundlagen für Photovoltaikanlage Hinterheide geschaffen

    Pachtvertrag und städtebaulicher Vertrag unterschrieben

    Die Pläne der Stadt Unkel zur Errichtung einer Photovoltaikanlage in der Hinterheide nehmen Fahrt auf. Die Kommune will das Projekt mit der Bad Honnef AG (BHAG) realisieren. Zur Regelung der Rahmenbedingungen für die Durchführung der Bauleitplanverfahren sowie zur Sicherstellung der vollständigen Kostenübernahme durch die BHAG sind jetzt mit Zustimmung des Stadtrates ein Pachtvertrag zwischen der Stadt Unkel und der BHAG sowie ein städtebaulicher Vertrag zwischen den beiden Partnern und der Verbandsgemeinde Unkel abgeschlossen worden.

    „Mit den Verträgen sind wir einen großen Schritt weitergekommen. Ich hoffe, dass wir das Projekt in den kommenden drei Jahren realisieren können. Mit der BHAG haben wir einen erfahrenen regionalen Partner an der Seite“, sagt Stadtbürgermeister Alfons Mußhoff.

    Karsten Fehr, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel, erklärt: „Mit dem nun geschlossenen Vertrag schaffen wir nach intensiver Vorarbeit eine klare und belastbare Grundlage für die Umsetzung des Projekts sowie die notwendigen planungsrechtlichen Schritte. Transparente Regelungen und eine saubere vertragliche Struktur sind entscheidend, damit ein Vorhaben dieser Größenordnung erfolgreich realisiert werden kann.“

    „Als lokaler Energieversorger ist es unsere Kernaufgabe, die Erzeugung grünen Stroms konsequent auszubauen und so eine nachhaltige, unabhängige Energieversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Wir investieren nicht nur in moderne Technik, sondern aktiv in den Klimaschutz und die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Die BHAG leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Kommunale Wärmeplanung und die Klimaziele der Stadt Unkel“, sagt Kersten Kerl, Vorstand der Bad Honnef AG.

    Zur Schaffung der bauplanungsrechtlichen Grundlagen für dieses Vorhaben plant die Stadt, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Parallel soll der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde geändert werden.

    Der städtebauliche Vertrag regelt im Wesentlichen die Verpflichtung der BHAG zur Übernahme der Planungs-, Gutachter-, Sach- und Rechtsberatungskosten, die Beauftragung der Planungs- und Fachbüros sowie die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verbandsgemeinde und BHAG. Mit dem Pachtvertrag wird sichergestellt, dass die Stadt Unkel das für die Errichtung und den Betrieb der Photovoltaikanlage vorgesehene Grundstück für die Nutzung durch die Pächterin vorhält. Die Stadt und die BHAG beabsichtigen, während der dreijährigen Laufzeit dieses Vertrages einen finalen Pacht- und Gestattungsvertrag zur Installation der Photovoltaik-Freiflächenanlage auszuhandeln und abzuschließen.

    Als Nächstes wird ein Planungsbüro mit der Erstellung der Entwürfe für den Bebauungsplan Hinterheide und die Änderung des Flächennutzungsplans beauftragt. Zudem werden erforderliche Fachgutachten in Auftrag gegeben. Zu dem weiteren Verfahren zählt unter anderem auch die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung.

    Bereits in der Vergangenheit hatte es einen ersten Anlauf zu Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage in der Hinterheide gegeben.  Auf eine schriftliche Vertragsgrundlage war seinerzeit verzichtet worden. Das Projekt konnte nicht umgesetzt werden, weil die Anlage nicht ans Stromnetz angeschlossen werden konnte. Die Situation wird sich voraussichtlich ändern, wenn die BHAG das Stromnetz der Syna im Bereich Unkel, Rheinbreitbach und Bruchhausen übernimmt.

    Foto (Kulturstadt Unkel/Simone Schwamborn): von links Stadtbürgermeister Alfons Mußhoff, Erster Beigeordneter Daniel Schmitz, BHAG-Vorstand Kersten Kerl, Stephan Reuter (Bereichsleiter Netzwirtschaft BHAG) und Karsten Fehr, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel.