Zukunft Löwenburg

    Verkauf und Entwicklung des ehemaligen Hotelgrundstücks „Löwenburg“ in Unkel - Sitzung des Stadtrates Unkel am 12. Mai 2020

    Mitte 2017 gelang es der Stadt Unkel das Grundstück des ehemaligen Hotels „Löwenburg“ mit dem angrenzenden Fachwerkhaus zu erwerben mit dem Ziel, das Areal mithilfe eines Investors städtebaulich neu zu entwickeln. Grundlage dafür bildet das laufende Sanierungsverfahren für einen erweiterten Bereich der Unkeler Altstadt auf Basis eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Der ehemalige Hotelkomplex wurde dann im Frühjahr 2019 abgerissen und das Grundstück freigelegt.

    Im Sommer vergangenen Jahres leitete die Stadt ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren für den Erwerb des Grundstücks ein, in dem sich potenzielle Investoren um die Entwicklung des Geländes bewerben konnten. Nachdem die eingegangenen Bewerbungen durch einen vom Stadtrat eigens installierten Arbeitskreis aus Fachleuten und Fraktionsmitgliedern geprüft worden waren, gab der Stadtrat nun den beiden im Rahmen des Auswahlprozesses verbliebenen Bewerbern die Gelegenheit, ihre Projektvorschläge in einer nichtöffentlichen Sitzung zu präsentieren, um dann eine Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen.

    Entscheidung für Georg Höller

    Zunächst würdigte der Stadtrat noch einmal die beiden eingereichten Vorschläge für eine zukünftige Bebauung und Nutzung des ehemaligen Hotelgrundstücks und verlieh seiner Wertschätzung Ausdruck.

    Nach intensiver Diskussion und Abwägung hat der Stadtrat sich dafür entschieden, mit dem Bewerber Georg Höller in weitergehende Verhandlungen einzutreten und diesem allein innerhalb eines noch festzulegenden Zeitraums Gelegenheit zu geben, seinen Projektvorschlag für die Bebauung und die zukünftige Nutzung des ehemaligen Hotelgrundstücks zu vertiefen. Nach positivem Verlauf dieser sogenannten „Anheimstellungsphase“ würde im Erfolgsfall dann erst der endgültige Kaufvertrag geschlossen.

    „Für mich ist es zum einen von Bedeutung, dass sich das Vorhaben aus städtebaulicher Sicht in die vorhandene Substanz einfügt. Dementsprechend hatte sich auch Dr. Reinhard Lahr von der Unteren Denkmalschutzbehörde für den Vorschlag von Herrn Höller ausgesprochen., Zum anderen ist es wichtig, dass das Projekt transparent in einer öffentlichen Bürgerversammlung vorgestellt werden soll“, erklärt Bürgermeister Gerhard Hausen, der sich ebenfalls erleichtert darüber zeigte, dass der Beschluss pro Höller einstimmig erfolgte.



    Illustrationen: Daniel Schmitz