Land fördert Unkel mit 500.000,-- Euro

    Würdigung des Kulturstadt-Konzepts zur Altstadtsanierung – rund 135.000 Euro entfallen auf private Maßnahmen

    Am Ende eines weltweit verseuchten Jahres erfüllt die Kulturstadt Unkel die Vokabel „Aufbruchsstimmung“ mit Leben. Der neue Phönix aus der Asche kam in Form eines „Förderbescheid der Städtebauförderung 2020 aus dem Bund-Länder-Programm `Lebendige Zentren´“. Hinter der Wortakrobatik verbirgt sich eine konkrete Fördersumme in Höhe von 500.000,--€. Innenminister Roger Lewentz war persönlich vor Ort, um Stadtbürgermeister Gerhard Hausen den Förderbescheid zu überreichen.

    Die Freude des Unkeler Stadtchefs gilt dabei auch der Aufteilung der Gelder. Denn neben den 365.000 Euro für die Aufwertung der Siebengebirgsstraße und des Bahnhofsumfelds entfallen rund 135.000 Euro der diesjährigen finanziellen Mittel auf die Förderung privater Sanierungsmaßnahmen. „Ein Paradebeispiel für die Motivation, gewachsene Bausubstanz auf Vordermann zu bringen, ist der Künstler Klaus Hann, der mit viel Engagement das ehemalige denkmalgeschützte „Armenhaus“ in der Lehngasse renoviert.
    Mit der Förderung wird nicht nur Eigenleistung honoriert, sondern es werden vorbildhaft Anreize für weitere Hausbesitzer geschaffen, ebenfalls aktiv zu werden“, erklärt Gerhard Hausen und wird durch Zahlen bestätigt:

    Mit bis dato 30 Interessenten an einer förderfähigen Sanierung ihrer Immobilie, die bereits in der Beratung waren, „steht die Kulturstadt sehr gut da“, erklärt Rudolf Flachs, der bei der Verwaltung für Stadtsanierung und die zentrale Vergabe zuständig ist. In den vergangenen zwei Jahren konnten durch die Stadt immerhin bereits Fördermittel in Höhe von insgesamt etwa 160.000 Euro an private Hauseigentümer weitergegeben werden.

    Wie Verbandsbürgermeister Karsten Fehr ergänzt, ist diese Aufbruchsstimmung nicht zuletzt dem unkomplizierten Zusammenwirken aller beteiligten Stellen zu verdanken:
    „Was nützen uns die besten Förderprogramme, wenn die Gelder nicht abgerufen werden können? Ich bin froh, dass wir durch Minister Lewentz die Förderung erhalten haben, Stadtbürgermeister Hausen die engen Kontakte zu den Bürger*innen pflegt und die Verwaltung durch Sonja Klewitz und Rudolf Flachs die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel gewährleistet. Diese Kooperation ist exemplarisch für das gute Zusammenspiel der kommunalen Familie“, so Fehr.

    Der Förderbescheid ist aber auch das Ergebnis einer erfolgreichen Systematisierung in Form des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts, das die für die Kulturstadt Verantwortlichen als strukturelle Grundlage für die Städtebauförderung entwickelt hatten.  Oder wie es Minister Lewentz formulierte:  Die Maßnahmen sind weitere Bausteine einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie, um die historische Altstadt zu stärken. Land und Bund unterstützen seit 2016 die Entwicklung des Fördergebiets und haben seither 950.000 Euro für Unkel bereitgestellt, die aktuelle Bewilligung nicht eingerechnet“.

    Das Programm „Lebendige Zentren“ fördert die Erneuerung und Entwicklung von Innenstädten und Ortskernen, historischen Altstädten und Stadtteilzentren. Ziel ist die Stärkung der Zentren als nutzungsgemischte Orte für Wohnen, Arbeiten, Kultur und soziale Begegnung. Roger Lewentz: „Die Innenstädte sind das Gesicht unserer Städte und Gemeinden, sie prägen die Identität eines Ortes und sind die Zentren unseres Miteinanders“.


    Zuversichtlich in die Zukunft - Unkel verbindet auch im Willen, Altes zu neuer Blüte zu führen. Bei Bauherr Klaus Hann (links) konnten sich im Rahmen der Übergabe des Förderbescheids (von links) Innenminister Roger Lewentz, Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, Fördermittelbearbeiter Rudolf Flachs, die Fachbereichsleiterin Infrastruktur/Bauwesen Sonja Klewitz, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr und der Stadtbeigeordnete Markus Winkelbach exemplarisch ein Bild von der praktischen Umsetzung machen.                                                       Foto: Thomas Herschbach für Kulturstadt Unkel