Kulturstadt erhält großes Juchem-Gemälde

    Sohn des Unkeler Malers überreicht Ansicht der Rheinpromenade an Bürgermeister Gerhard Hausen

    Unkel. Der Maler und Grafiker Gerhard Juchem hat seiner Heimatstadt Unkel ein Panoramabild der Stadt vermacht. Auf dem rund 250 x 0,75 cm großen Ölgemälde findet sich die markante Silhouette der Kulturstadt entlang der malerischen Rheinpromenade künstlerisch interpretiert.

    Am Freitag übergab der älteste, in Rom lebende, Sohn Roland Juchem das Kunstwerk seines Vaters an Stadtbürgermeister Gerhard Hausen. Bei der Übergabe im historischen Ratssaal waren außerdem der Beigeordnete Günter Küpper sowie Stadtratsmitglied Manfred Mönch, ein Neffe des vor einem Jahr gestorbenen Gerhard Juchem zugegen.

    Juchem schuf das Bild im Jahr 2006. Der 1927 in Hohenunkel geborene Künstler hatte bei dem ebenfalls in Unkel lebenden Maler Josef Arens (1901-1979) Zeichnen und Malen gelernt, bevor er 1950 mit einem Stipendium an die Kunsthochschule Alsterdamm in Hamburg ging. Von 1953 bis 1963 war er in einem Industriebetrieb in Bremen tätig, anschließend neun Jahre lang verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der christlich-ökumenischen Basisbewegung der action 365 in Frankfurt/Main. 1972 wechselte Juchem zurück zu seinem früheren Arbeitgeber nach Bremen. In Ganderkesee-Heide bei Delmenhorst lebte er bis ein Jahr vor seinem Tod am 26. September 2020. Die letzten Monate hatte er in Osnabrück, in der Nähe der Familie seines Sohnes, verbracht.

    „Gerhard Juchem bleibt der Stadt Unkel stets in guter Erinnerung. Abgesehen von seiner künstlerischen Bedeutung weiß ich, dass er seine Ausstellungen hier stets perfekt vorbereitet- und organisiert hatte. Auch daran wird deutlich, wie sehr ihm Unkel am Herzen lag“, betont Bürgermeister Gerhard Hausen.

    Zusammen mit seiner Frau Irene ist Gerhard Juchem auf dem alten Friedhof seiner Heimatstadt Unkel beerdigt.

    Bildunterzeile:
    Ein Kunstwerk seines Vaters Gerhard übergab Sohn Roland Juchem jetzt der Stadt Unkel mit Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, dem Beigeordneten Günter Küpper und Stadtratsmitglied Manfred Mönch, einem Neffen des vor einem Jahr verstorbenen Künstlers.
    Foto: Kulturstadt Unkel / Thomas Herschbach