Beauty-Kur für den „Oberer Markt“ in Unkel

    Unkel. Unkel ist ein lohnendes Pflaster. Auf dem Eschenbrenderplatz, im Volksmund „Oberer Markt“ genannt, findet sich diese Botschaft zurzeit im wörtlichen Sinne in Stein gemeißelt.  

    Noch rund zwei Wochen wird das Vettelschosser Unternehmen Hähn & Stüber damit beschäftigt sein, den Belag aus Naturpflaster gleich hinter dem auf etwa 1650 datierten Bügeleisenhaus, das Wissenschaftler einst als „eigenwilligstes Haus am Mittelrhein“ bezeichnet hatten, zu reparieren, auszufugen und somit aufzuhübschen.

    Der Eschenbrenderplatz, in dessen Dunstkreis sich höchstwahrscheinlich der älteste Unkeler Siedlungskern befindet, ist der dritte Bauabschnitt, der im Verlauf der vergangenen beiden Jahre im Herzen der Kulturstadt in Angriff genommen wird. Zuvor waren Verschönerungs-Maßnahmen bereits am „Neven-DuMont-Platz“ und am „Willy-Brandt-Platz“ durchgeführt worden.

    Die aktuelle Beauty-Kur für den „Oberer Markt“ in Unkel führt wiederum dazu, dass die Ortslage mit den charakteristischen Brunnensäulen des Aachener Bildhauers Bonifatius Stirnberg und seinen Darstellungen von Ludwig van Beethoven, Ferdinand-Freiligrath und Willy Brandt, noch bis voraussichtlich 8. November vollständig gesperrt ist.

    „Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig. Allerdings sind in der Folge auch Behinderungen am anliegenden Straßenbereich der Frankfurter Straße und der Kirchstraße nicht zu vermeiden. Aber bis 8. November sollten wir durch sein und dann sind auch die Barrieren weg“, erklärt Stadtbürgermeister Gerhard Hausen. Wenn es denn so kommt, ist das Datum eine schöne Metapher: Am 9. November vor 32 Jahren fiel bekanntlich die Mauer in Deutschland.

    Bildunterzeile:
    Am Eschenbrenderplatz, volkstümlich „Oberer Markt“, in Unkel wird noch bis voraussichtlich 8. November 2021 das Natursteinpflaster repariert und ausgefugt. Stadtbürgermeister Gerhard Hausen überzeugte sich vor Ort davon, dass die Renovierungsmaßnahmen planmäßig verlaufen.Foto: Kulturstadt Unkel / Thomas Herschbach