50 Jahre Kanzlerschaft Willy Brandt

    „50 Jahre Kanzlerschaft Willy Brandt – 50 Jahre Machtwechsel“
    Vortrag von Altkanzler Gerhard Schröder über die Herausforderungen einer Kanzlerschaft am 20. Oktober 2019 in Unkel.

    Das Schlagwort vom Machtwechsel signalisierte nichts weniger als einen Wandel der Republik. Das hohe Pathos der ersten Regierungserklärung Willy Brandts deutete auf große Veränderungen, ließ geradezu den Aufbruch eines neuen Zeitalters erwarten, urteilte der Nestor der bundesrepublikanischen Zeitgeschichte Karl Dietrich Bracher. Die Bürgerstiftung Unkel Willy-Brandt-Forum betrachtet es als ihre ehrenvolle Pflichtaufgabe, an den Beginn der Kanzlerschaft des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers Willy Brandt vor fünfzig Jahren zu erinnern. Als dieser am 21. Oktober 1969 um 11.23 Uhr im Bonner Bundestag mit den Worten: „Ja, Herr Präsident, ich nehme die Wahl an.“ den Machtwechsel besiegelte.

    Wer könnte dieser Erinnerungsaufgabe besser gerecht werden als Gerhard Schröder? Der Bundeskanzler  der Jahre 1998 bis 2005 wird am 20. Oktober 2019 um 11 Uhr in Unkel (Center Forum Unkel, Anton-Limbach-Str. 3, 53572 Unkel), dem Wohnort Brandts in den Jahren 1979 bis zu seinem Tod am 8. Oktober 1992, über „Die Wahl Willy Brandts vor fünfzig Jahren. Die politischen Herausforderungen einer Kanzlerschaft“ sprechen. Das Wort ergreifen wird auch die Witwe Willy Brandts, Brigitte Seebacher. „Der Enkel, der Kanzler konnte“, lautet der Titel des Kommentars der Historikerin.

    Die Bürgerstiftung Unkel Willy-Brandt-Forum betreibt seit dem 20. März 2011 auf komplett ehrenamtlicher Basis ein Museum zur Zeitgeschichte. Die Stiftung steht beispielhaft für  das bürgerschaftliche Engagement im Sinne der von Willy Brandt geforderten „gelebten Demokratie“. Aussagekräftige Objekte, Fotografien und Texte setzen Leben und Werk Willy Brandts spannungsreich in Szene. Gerhard Schröder ist ein früher Förderer des Unkeler Brandt-Museums. Die Ehrentafel der Spender, die in besonderem Maße zur Eröffnung der Einrichtung beigetragen haben, nennt seinen Namen ebenso wie den des Brandt-Koalitionspartners Walter Scheel und des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Es gehören dazu die Schriftsteller Günter Grass und Siegfried Lenz, die Künstler Dieter Hallervorden und Dieter Thomas Heck, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, die SPD-Vorsitzenden Hans Jochen Vogel, Björn Engholm, Sigmar Gabriel und Andrea Nahles sowie der Historiker Eberhard Jäckel.

    Schon einmal, 1999 bei seiner Radtour zum Abschied vom Bundesdorf Bonn, machte Schröder Station in Unkel, um im Rathaus das dort provisorisch aufgestellte private Arbeitszimmer von Willy Brandt zu besichtigen. Dieses Mal wird er sich mehr Zeit nehmen.

    Aufgrund der bereits jetzt hohen Nachfrage ist eine vorherige Anmeldung unter 02224 / 7799303, E-Mail erforderlich.

    Die Rechte für das anliegende Foto zur Vereidigung von Willy Brandt liegen bei Herrn Paul Glaser.
    Die Rechte für das Foto Brandt und Schröder liegen bei J.H. Darchinger/Friedrich-Ebert-Stiftung.